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Straßenverkehr als Hauptursache

Nachdem die Emissionen in Österreich seit 2009 kontinuierlich gesunken sind, sind sie 2013 erstmals wieder gestiegen. „Wir rechnen mit einem Anstieg von ca. 0,3 Millionen Tonnen“, sagte Jürgen Schneider, Klimaexperte im Umweltbundesamt, bei einer Pressekonferenz Anfang September.

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Im Jahr 2012 wurden in Österreich 80,1 Millionen Tonnen Treibhausgase emittiert. Laut einer ersten Schätzung für 2013 (die genauen Zahlen werden im Jänner 2015 präsentiert, Anm.) rechnen die Experten des Umweltbundesamtes mit einer Steigerung um 0,4 Prozent. Hauptursache dafür dürfte der Straßenverkehr sein. Schneider zufolge ist es aber noch nicht klar, ob vermehrter Verkehr im Inland dafür verantwortlich ist oder der Tanktourismus.

Umweltbundesamt sieht Klimaziel nicht in Gefahr

Das EU-Klimaziel 2020, das einen Rückgang der Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 1990 um 20 Prozent vorsieht, kann aber dennoch erreicht werden. „In Österreich kann das Umweltbundesamt seit 2005 eine Reduktion um rund 14 Prozent nachweisen - im selben Zeitraum ist die Wirtschaft trotz der Krisenjahre um elf Prozent gewachsen. Das bedeutet, dass viele sektorale Maßnahmen Wirkung zeigen, und eine gute Ausgangsposition für die Zielperiode bis 2020“, so Schneider. Auch der Wert von 2013 liegt trotz Steigerung noch im Rahmen.

Maßnahmenpaket muss ergänzt werden

Ohne zusätzliche Maßnahmen werden die Vorgaben aber nicht erfüllt werden. Das Umweltbundesamt forderte, dass das bestehende Maßnahmenpaket 2013/2014 um ein Programm 2015/2020 ergänzt wird. „Ein Schwerpunkt sind die Energieeffizienzmaßnahmen, diese sind unumgänglich, um das im Energieeffizienzgesetz formulierte Ziel, den Energieverbrauch auf 1.050 Petajoule zu vermindern, zu erreichen“, meinte Schneider.

Zudem sollte der Anteil von erneuerbaren Energien auf 40 Prozent gesteigert werden. Besonders in den wesentlichen Sektoren Verkehr, Haushalte sowie Industrie und Gewerbe ließen sich die Treibhausgase bis 2030 (verglichen mit 2005) so um bis zu ein Drittel reduzieren. Die Erhöhung hätte zudem den Vorteil, dass Österreich weniger von importierten fossilen Energieträgern abhängig wäre.

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