Gemeinsames „Fremdschämen“

Nach einer ausgedehnten Schrecksekunde hat die heimische Innenpolitik zur Kenntnis genommen, was FPÖ-Politiker Johann Gudenus am Donnerstag namens des „österreichischen Volkes“ in Moskau von sich gegeben hat. Dessen fragwürdige Unterstützung für Russlands derzeitige Politik, gepaart mit Warnungen vor ominösen „mächtigen Homosexuellenlobbys“, die in Österreich und Europa am Werke seien, stieß am Samstag auf einmütige Verurteilung aller anderen politischen Lager. Unterschiede gab es nur im Tonfall der Reaktionen, die von empörtem „Fremdschämen“ bis hin zu Sarkasmus über die exportierte „Bierzelt-Skurrilität“ reichten. Viele wollen zudem wissen, was FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache über Gudenus’ Aussagen denkt.

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