Anschläge der Shabaab-Miliz in Uganda vereitelt

In Uganda sind nach Behördenangaben Anschlagspläne der radikal-islamischen Al-Shabaab-Miliz vereitelt worden. 19 Verdächtige wurden festgenommen, wie die Polizei gestern mitteilte. Die Extremisten planten demnach Attentate in mehreren Städten.

Die Extremisten wollten nach Polizeiangaben am Wochenende Attentate in der Hauptstadt Kampala und weiteren Städten verüben. Zu den genauen Anschlagszielen machten die Sicherheitsbehörden keine Angaben. Die am Samstag festgenommenen Verdächtigen würden nun verhört, sagte Polizeisprecher Fred Enanga. Die Absichten der mutmaßlichen Islamisten seien „sehr, sehr deutlich“ gewesen. Bei der Razzia sei auch Sprengstoff gefunden worden sei.

Anführer getötet

Die US-Botschaft in Kampala rief US-Bürger auf, sich weiterhin mit besonderer Vorsicht in dem ostafrikanischen Land zu bewegen. Die unmittelbare Anschlagsgefahr sei zwar gebannt, es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass sich weitere Mitglieder der militanten Gruppe noch auf freiem Fuß befänden.

Die USA hatten am vergangenen Montag vor Racheakten der somalischen Shabaab gewarnt, nachdem der Anführer der Gruppe, Ahmed Abdi Godane, bei einem US-Luftangriff getötet worden war. Ugandas Regierung befürwortete den Einsatz und unterstützte die US-Truppen mit Informationen über den Aufenthaltsort Godanes.