Iran stellt sich gegen US-Allianz in Kampf gegen IS

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Im Kampf gegen die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich unter der Führung der USA eine internationale Allianz formiert. Neben europäischen Staaten bekundeten zuletzt auch mehrere islamische Länder ihre Unterstützung. Doch ein wichtiger Partner fehlt: Der Iran lehnt eine Zusammenarbeit mit dem Westen ab.

Zu tief ist das Misstrauen der iranischen Konservativen angesichts der zähen Atomverhandlungen. Auch die arabischen Mitglieder der Allianz stoßen bei der Regierung in Teheran auf Ablehnung. Vielmehr will der Iran seine eigene Taktik gegen IS umsetzen - und könnte den USA dabei in die Quere kommen.

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Die serbische Regierung kündigte an, die Allianz gegen die Dschihadisten unter Führung der USA zu unterstützen. Das sagte der serbische Außenminister Ivica Dacic gegenüber der Tageszeitung „Blic“ (Mittwoch-Ausgabe). Das internationale Bündnis sei auch für die Westbalkan-Region von Bedeutung, meinte Dacic.

Er verwies darauf, dass gerade aus dieser Region viele Dschihadisten kämen. Laut Polizeiangaben haben sich etwa 40 Bürger Serbiens den IS-Kämpfern in Syrien angeschlossen. Sie wurden vor allem im Sandschak angeworben. In der Region im Südwesten des Landes leben die meisten Muslime in Serbien.

US-Justiz klagt IS-Sympathisanten an

Wegen Rekrutierungsversuchen für IS klagte die US-Justiz gestern einen US-Bürger jemenitischen Ursprungs an. Moufid E. wird vorgeworfen, 2013 und Anfang 2014 zwei Informatiker, die für die Bundespolizei FBI arbeiteten, für die Extremisten im Irak und Syrien angeworben zu haben, wie das Justizministerium in Washington mitteilte.

Zudem habe er einem Mann im Jemen 600 Dollar (463 Euro) zukommen lassen, damit sich dieser in Syrien dem Kampf des IS anschließe. E. aus Rochester im US-Staat New York wird weiter vorgeworfen, die Ermordung von US-Soldaten geplant zu haben, die aus dem Irak zurückkehrten. Er soll im Besitz von zwei Schusswaffen mit Schalldämpfer gewesen sein. Über seine Absicht soll der Verdächtige im Mai mit einem der beiden Informatiker gesprochen haben, teilte das Justizministerium weiter mit.