Chan­so­nni­e­re Liesl Müller-Johnson gestorben

Die seit 1947 in England lebende Wiener Chanso­nni­e­re und Geschäftsfrau Liesl Müller-Johnson ist gestern 92-jährig in Wien gestorben. Das erfuhr die APA aus Kreisen der Familie. Müller-Johnson war erst kurz zuvor in ihre Geburtsstadt gereist, da sie morgen an der Präsentation ihrer im Milena Verlag neu aufgelegten Autobiografie teilnehmen wollte.

Müller-Johnson wurde 1922 als Tochter des Kabarettstars Rosl Berndt und des ungarischen Impresarios und späteren „Simpl“-Eigentümers Karl Müller in Wien geboren. Nach ihrer Heirat mit dem Fliegerleutnant Johnnie Johnson übersiedelte sie nach England und gründete 1957 die „Elizabeth Johnson Organisation“, die bis 2002 Sprachstudenten aus aller Welt in England betreute. In ihrer Pension begann sie eine zweite Karriere als Chansonsängerin, veröffentlichte sieben CDs und gab zahlreiche Konzerte.