Zahl der Amokläufe in den USA deutlich gestiegen

Die Zahl der Amokläufe in den USA ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gestern (Ortszeit) veröffentlichte FBI-Studie, die alle derartigen Vorfälle seit der Jahrtausendwende untersucht.

Demnach gab es in den ersten sieben Untersuchungsjahren im Durchschnitt 6,4 Amokläufe pro Jahr, in den folgenden sieben Jahren waren es 16,4. „Das ist alarmierend“, sagte FBI-Vizedirektor James Yacone. Er warnte ausdrücklich vor der Gefahr von immer mehr Nachahmungstätern, die durch vorherige Angriffe inspiriert seien. Viele Täter zögen ihre Motive „aus einer Faszination für vorangegangene Massenmordvorfälle“, sagte Yacone.

Der Studie zufolge ereigneten sich 70 Prozent der Amokläufe in Schulen beziehungsweise Einkaufszentren. Beim tödlichsten derartigen Angriff in den USA wurden 2007 in der Universität Virginia Tech 32 Menschen getötet. Im Dezember 2012 wurden in einer Schule in Newtown in Connecticut 20 Erstklässler und sechs Erwachsene getötet. Insgesamt wurden dem Bericht zufolge seit 2000 bei Amokläufen im ganzen Land 1.043 Menschen getötet oder verletzt.