US-Ebola-Patient flog über Brüssel nach Texas

Der erste in den USA mit Ebola diagnostizierte Patient ist auf dem Weg von Liberia nach Texas in der belgischen Hauptstadt Brüssel zwischengelandet. Das erklärten gestern kanadischen und liberianische Behörden.

Der Mann hatte bei seinem Abflug noch keine Symptome der Krankheit gezeigt. Er war am 20. September zu einem Familienbesuch in Texas eingetroffen und habe dort erst vier Tage später die typischen Symptome entwickelt. Er befindet sich derzeit in kritischem Zustand in einer Infektionsabteilung. Kritik wurde zudem an den Ärzten laut, die die schwere Erkrankung des Mannes zunächst nicht erkannt hatten.

Ärzte zu spät reagiert?

Der Patient, dessen Nationalität zunächst nicht bekanntwurde, hatte bereits am Freitag einen Arzt aufgesucht, wurde zunächst aber wieder nach Hause geschickt. Erst als er zwei Tage später per Rettungswagen in eine Klinik in Dallas eingeliefert wurde, stellten ihn die Ärzte unter Quarantäne.

Nach Ansicht des Leiters des US-Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, reagierten die Mediziner zu spät. Der Arzt in der Notaufnahme hätte den Patienten fragen müssen, ob er kürzlich ins Ausland gereist sei, sagte Fauci dem US-Sender CNN. Der Hinweis auf den Aufenthalt in Liberia wäre dann ein „gewaltiges Warnsignal“ gewesen.