Airbus: Eurofighter-Fehler ärgerlich, aber ungefährlich

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Die Airbus-Gruppe hat heute detailliert Auskunft über den Fertigungsfehler am Rumpfheck der Eurofighter gegeben. Mit Nachdruck wurde betont, es bestehe „weder für Piloten noch für das Flugzeug selbst“ ein Risiko.

Die verkürzte Flugzeitempfehlung werde wahrscheinlich wieder zurückgenommen. In Österreich erhält Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) noch diese Woche einen Zwischenbericht.

Vermutlich keine Auswirkungen auf Lebensdauer

„Die operationelle Einsatzfähigkeit des Eurofighters ist weiterhin uneingeschränkt gegeben“, wurde Bernd Wünsche, Leiter der Kampfflugzeuge Airbus DS, zitiert. Es sei fraglich, ob der Fehler überhaupt eine Auswirkung auf die Lebensdauer des betroffenen Bauteils habe.

Bis das geklärt sei, gelte die Empfehlung, mit einer halbierten Lebensdauer zu rechnen. Doch „im Moment gehen wir davon aus, dass diese Limitierung wieder vollständig aufgehoben werden kann, bevor die betroffenen Luftfahrzeuge überhaupt in die Nähe der Beschränkung kommen“, betonte Wünsche.

Fertigungsfehler am Heck „abgestellt“

Er führte zudem im Detail aus, was eigentlich das Problem am Heck ist. Konkret wurden Bohrlöcher zwar richtig ausgeführt - Größe und Position stimmten, wurde betont -, aber teilweise nicht entgratet, also gesäubert, „da ein Klebeband unmittelbar nach der Bohrung vom Bohrloch nicht entfernt wurde“.

Es handle sich also „um keinen Entwicklungsfehler, sondern um einen Fehler in der Fertigung“. Das sei „natürlich ärgerlich“, räumte Wünsche ein. Man habe den Fehler aber „umgehend abgestellt“.

Eurofighter musste notlanden

Der in Innsbruck notgelandete Eurofighter des Bundesheeres kann unterdessen vorerst nicht zurück nach Zeltweg fliegen. Noch arbeiten Techniker des Bundesheeres an der Maschine, die rund um die Uhr von der Militärpolizei auf dem Flughafen Innsbruck bewacht wird.

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