ÖBB-Immo will bis 2019 über eine Mrd. Euro einfahren

Die ÖBB-Immo will von 2014 bis 2019 durch Verkauf und Vermietung des bahneigenen Immobilienbestands über eine Milliarde Euro einfahren. Davon sollen rund 586 Mio. Euro durch Verkaufserlöse und 515 Mio. durch erwartete Vermietungen und Verpachtungen hereinkommen, teilten die Vorstände am Rande der diesjährigen Expo Real in München mit.

Das Geld fließt als Ergebnisbeitrag in die ÖBB Infrastruktur AG, wo die Immobilienmanagement GmbH auch im Konzern angesiedelt ist. Daher sei auch logisch gewesen, dass die ÖBB Immo am Standort Praterstern, gemeinsam mit der Infrastruktur, ressortiere und nicht in die neu errichtete Konzernzentrale am Hauptbahnhof ziehe, sagten die Immovorstände Herbert Logar und Erich Pirkl vor Journalisten.

Zwei Millionen Quadratmeter Bruttogeschoßfläche

Durch die Standortkonzentration und die Verlagerung von Verschiebegeländen, Werkstätten etc. werden innerstädtische Liegenschaften frei. Für die wachsende Bevölkerung in der Bundeshauptstadt sollen darauf großteils Wohnungen errichtet werden.

Alleine in Wien verfügen die ÖBB über nicht mehr betriebsnotwendige Areale mit einem Entwicklungspotenzial von rund zwei Millionen Quadratmeter Bruttogeschoßfläche, davon entfallen rund 65 Prozent auf Wohnen und 35 Prozent auf Büro bzw. Gewerbe.

Bauen am Schillerplatz

Doch nicht nur auf der grünen Wiese entsteht neuer Wohnraum, auch in bester Innenstadtlage: So wird die Bahn bis Jahresende aus dem Haus Elisabethstraße 9 ausziehen. Als neue Nutzung sind Büros und - Richtung Schillerplatz - Eigentumswohnungen geplant.

„Bei uns wird alles öffentlich ausgeschrieben“, betonte Logar. Die Gefahr einer zweiten „Schillerplatz-Affäre“ - der umstrittene Verkauf einer Telekom-Austria-Immobilie mit profitablem Weiterverkauf - sieht er daher für die ÖBB-Immobiliengeschäfte ausgeschlossen.