Syrien soll Chemiewaffenanlagen verheimlicht haben

Syrien soll nach Angaben eines westlichen Diplomaten vier Chemiewaffenanlagen besitzen, die es nicht zuvor den UNO gemeldet hat. Das berichtete der US-Sender CNN gestern.

Dem Diplomaten zufolge hat die UNO-Gesandte zur Beaufsichtigung der Vernichtung der syrischen Chemiewaffen, Sigrid Kaag, den UNO-Sicherheitsrat über die Lage informiert. Drei der Anlagen dienten der Forschung und Entwicklung und eine der Produktion. Derzeit laufen Gespräche Syriens mit der internationalen Organisation zum Verbot von Chemiewaffen.

Syrien hatte auf internationalen Druck eingewilligt, alle seine Chemiewaffen und die Produktionskapazitäten zu vernichten. Rund 600 Tonnen Vorprodukte des Giftgases Sarin sowie Senfgas waren auf einem US-Schiff im Mittelmeer vernichtet worden. Daraus resultierten unter anderem 400 Tonnen Senfgasreste, die in Deutschland entsorgt werden.