Österreicher gegen EU-Erweiterung - mit einer Ausnahme

Die Österreicher sprechen sich in einer aktuellen Umfrage gegen die Aufnahme neuer Mitgliedsländer in die EU aus - die einzige Ausnahme ist die kleine Nordatlantik-Insel Island.

Laut der Befragung der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) sind je mehr als die Hälfte der Befragten gegen die Aufnahme der EU-Beitrittskandidaten Serbien, Albanien, Mazedonien und Montenegro.

Die EU-Kommission stellt heute ihren Fortschrittsbericht vor, in dem die Lage in den Beitrittskandidatenländern beurteilt wird. Österreichs Außenpolitik setzt sich seit längerem klar für den Beitritt der Westbalkan-Staaten ein. Das dürfte auch Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) seinen serbischen Gesprächspartnern bei einem Besuch heute in Belgrad erneut versichern.

Die Meinung der Österreicher zur Aufnahme neuer Mitgliedsländer ist seit den vergangenen fünf Jahren anhaltend negativ, heißt es in einer Aussendung der ÖGfE. Das betrifft den Balkan und die Türkei. Gegen einen Beitritt Bosniens sind 55 Prozent der Befragten bei nur einem Viertel Zustimmung.