Austausch von EU-Steuerdaten: Längere Frist für Österreich?

Der automatische Informationsaustausch gegen Steuerhinterziehung könnte in der gesamten Europäischen Union erst ab Ende 2018 gelten. EU-Diplomaten zufolge sperren sich Österreich und Luxemburg dagegen, den Abgleich der Daten schon im Dezember 2017 einzuführen. Nun sehe es so aus, dass beiden Staaten ein einjähriger Aufschub gewährt werde, sagten zwei Diplomaten gestern.

Das wäre aber das „schlimmste Szenario“, sagte einer von ihnen. Eigentlich sollte der Datenaustausch für alle 28 EU-Staaten zum gleichen Zeitpunkt gelten. Bei dem Treffen der EU-Finanzminister am Dienstag in Luxemburg soll den Angaben zufolge eine Entscheidung getroffen werden.

Mit dem Datenaustausch soll der Kampf gegen Steuerflucht, Gewinnverlagerung und Steuerbetrug vorangetrieben werden. Ende Oktober wollen mehr als 30 Länder bei einer Konferenz in Berlin den Austausch ab 2017 vereinbaren.