Demonstrationen nach Tod eines schwarzen US-Teenagers

Zwei Monate nach den tödlichen Polizeischüssen auf Michael Brown haben Demonstranten in St. Louis im US-Staat Missouri Gerechtigkeit für den schwarzen Jugendlichen gefordert. An den Protestaktionen gestern nahmen laut Medienberichten etwa 1.000 Menschen teil. Sie verlangten, dass der Polizist, der die Schüsse auf Brown abgab, bestraft werden müsse.

Der unbewaffnete 17-jährige Teenager war am 9. August von einem weißen Polizisten in der Vorstadt Ferguson erschossen worden - der Fall hatte landesweite Empörung sowie tagelange Unruhen ausgelöst.

Bei den aktuellen Demonstrationen wurden keine Gewaltaktionen oder Festnahmen gemeldet, sagte die Polizei. Bürgerrechtsgruppen hatten zu einem „Wochenende des Widerstands“ aufgerufen.

Erneut Afro-Amerikaner erschossen

Erst vor Tagen war in St. Louis erneut ein junger Afro-Amerikaner von einem weißen Polizisten erschossen worden. Allerdings hatte dieser nach Angaben der Polizei zuerst das Feuer auf den Beamten eröffnet. Der Polizist - ein 32-jähriger Beamter außer Dienst, der für eine private Sicherheitsfirma im Einsatz war - habe während einer Verfolgungsjagd 17 Schüsse abgegeben.