China und Russland verstärken Wirtschaftsbeziehungen

Beim Besuch des chinesischen Regierungschefs Li Keqiang in Moskau werden nach Angaben des russischen Ministerpräsidenten Dimitri Medwedew rund 40 „wichtige“ Wirtschaftsverträge unterzeichnet werden. Gestern unterschrieben Li und Medwedew die zwischenstaatlichen Verträge für die Lieferung großer Mengen Erdgas an China ab 2018. Das Geschäft hatten beide Staaten bereits im Mai vereinbart.

Russland blickt verstärkt Richtung Asien

Hinter den Abkommen mit dem Nachbarland China steht auch der Wunsch Russlands, seine Ausrichtung im Außenhandel zu verändern. Moskau versucht, sich dabei stärker Richtung Asien und weniger nach Europa zu orientieren. Das liegt zum einen am stärkeren asiatischen Wirtschaftswachstum, zum anderen hatten sich zuletzt wegen der Ukraine-Krise die Spannungen zwischen dem Westen und Russland deutlich verschärft. Li wird während seines Russland-Aufenthalts auch auf Präsident Wladimir Putin treffen.

Am ersten Tag seines Besuchs in Moskau wurden neben dem Erdgasgeschäft auch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen dem russischen Ölkonzern Rosneft und dem chinesischen Unternehmen CNPC beschlossen, ferner der Bau einer Autofabrik in Lipezk rund 500 Kilometer südlich von Moskau.