Wieder Ermittlungen am Absturzort von MH17 in Ukraine

Die Suche nach Überresten der am 17. Juli mit 298 Menschen an Bord abgestürzten Malaysia-Airlines-Maschine MH17 hat gestern wieder begonnen. Vier Niederländer beteiligten sich im Rahmen einer Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ostukraine an den Ermittlungen, wie ein Sprecher des niederländischen Justizministeriums mitteilte.

Die Sucharbeiten mussten wegen der Kämpfe im Absturzgebiet mehrere Wochen unterbrochen werden. Allerdings waren zahlreiche Trümmer und Leichenteile schon im Sommer geborgen worden. Insgesamt wurde inzwischen die Identität von 272 der 298 Insassen von Rechtsmedizinern geklärt.

Raketenbeschuss wahrscheinlich

Die Maschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine abgestürzt, alle Insassen kamen ums Leben. Die ukrainische Regierung und der Westen gehen davon aus, dass Flug MH17 von prorussischen Separatisten abgeschossen wurde. Russland sieht die Verantwortung bei Kiew. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Niederländer, weshalb Den Haag die Ermittlungen leitet.

Im September wurde als vorläufiges Ermittlungsergebnis mitgeteilt, dass die Maschine von zahlreichen „Objekten“ mit hoher Geschwindigkeit durchsiebt wurde. Das stützt die Annahme, dass MH17 nach dem Einschlag einer Boden-Luft-Rakete zerbrach und abstürzte.