Iran-Atomgespräche: Zeitplan laut Rouhani Hauptproblem

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat sich vor einer neuen Runde von Atomgesprächen zu den Differenzen mit dem Westen geäußert. Hauptproblem für den Iran sei ein Zeitplan für die Umsetzung, sagte er dem staatlichen Fernsehsender IRIB gestern. Ungelöst sei etwa, binnen welcher Frist der Westen seine Wirtschaftssanktionen aufheben werde und wie lange der Iran seine Atomprogramme einschränken müsse.

Die Atomverhandlungen zwischen dem Iran, den USA und der Europäischen Union werden heute in Wien fortgesetzt. Zunächst treffen sich der iranische Außenminister Mohammed Dschavad Sarif und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sowie die iranischen und US-amerikanischen Vizeaußenminister. Morgen soll dann auch US-Außenminister John Kerry an den Verhandlungen teilnehmen.

Die Verhandlungen könnten aus Sicht von Rouhani verlängert werden, falls es bis zum Zieldatum am 24. November keinen Durchbruch geben sollte. „Wir können einen fast zwölf Jahre währenden Disput kurzfristig nicht voll und ganz ausräumen“, sagte Rouhani.