USA beurteilen Strategie gegen IS als „erfolgreich“

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama sieht sich beim Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak auf dem richtigen Weg. Die Umsetzung der Strategie befinde sich noch am Anfang, sagte Obamas Sprecher Josh Earnest gestern in Washington. „Aber die ersten Anzeichen deuten sicherlich darauf hin, dass diese Strategie erfolgreich ist.“

Der Militäreinsatz werde allerdings einige Zeit dauern. „Wir haben ziemlich offen über die Tatsache geredet, dass das ein längerfristiges Unterfangen ist“, sagte Earnest. Zuvor hatte das US-Zentralkommando mitgeteilt, dass sich der Vormarsch der Islamisten in Kobane (arabisch: Ain al-Arab) an der Grenze zur Türkei verlangsamt habe.

Treffen der Anti-IS-Koaltion

Obama kam gestern Nachmittag (Ortszeit) mit ranghohen Militärvertretern aus mehr als 20 Ländern zusammen, die sich der Koalition gegen die Dschihadisten angeschlossen haben. Viele Staaten haben ihre Generalstabschefs geschickt. Die Beratungen auf dem Luftwaffenstützpunkt Andrews in der Nähe von Washington sind das erste derartige Treffen seit der Bildung der internationalen Allianz im September.

Kurdenkonflikt in Türkei weiter angeheizt

In der Türkei wird unterdessen der Kurdenkonflikt weiter angeheizt. Nach Angriffen auf Stellungen der als Terrororganisation eingestuften Kurdenpartei PKK durch die türkische Luftwaffe im eigenen Land droht der fragile Friedensprozess zwischen türkischer Regierung und der kurdischen Minderheit zu scheitern.

Hintergrund ist der Kampf gegen IS in der Kurdenstadt Kobane. Während die Kurden Druck auf die Regierung in Ankara machen, endlich einzugreifen, wartet diese ab - den kurdischen Kämpfern in Kobane werden Verbindungen zur PKK nachgesagt. Die USA streiten indes weiter mit der Türkei über eine Starterlaubnis für Luftschläge gegen IS.

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