Kurz-Treffen mit US-Außenminister Kerry

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) ist mit seinem US-Amtskollegen John Kerry heute in Wien zu einem Gespräch zusammengetroffen. Nach Angaben eines Sprechers von Kurz standen dabei die in Wien laufenden Iran-Gespräche, die Rolle Wiens für internationale Organisationen, der Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Ukraine-Krise im Mittelpunkt.

Kerry, der am Nachmittag mit dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif zusammentraf, bezeichnete den Angaben zufolge die Atomgespräche mit Teheran als „offen und intensiv“. Kurz betonte, dass Wien weiterhin ein Ort des Dialogs sein wolle, und verwies auch auf Österreichs Kompetenz in Atomfragen, zumal sich hier der Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) befinde.

Lob für Beteiligung an Anti-IS-Allianz

Auch der Kampf gegen den IS wurde angesprochen. Für Kerry ist es positiv, dass sich Österreich der US-geführten Allianz gegen den IS politisch angeschlossen hat. Ein wichtiges Signal sei, dass sich viele muslimische Länder der Allianz angeschlossen haben, stimmten beide Außenminister überein. Es sei klar, dass man bei Verbrechen nicht wegschauen dürfe.

Bezüglich der Ukraine-Krise plädierte Kurz für eine Fortsetzung des Dialogs mit Russland. Dieses sei „Teil des Problems“ und „müsse auch Teil der Lösung sein“, so der Außenminister, der auch die diplomatischen Bemühungen Kerrys in dieser Frage begrüßte.