150 Prozent mehr Asylanträge im September

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Die Zahl der Asylanträge ist im September stark gestiegen. 3.360 Ansuchen bedeuten ein Plus von 149,8 Prozent im Vergleich zum September 2013. Insgesamt gab es heuer bisher rund 3.500 Anträge mehr als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt. Säumig bei der Unterbringung sind indes weiter die Länder.

Was die Asylanträge angeht, gibt es das starke Plus erst seit den Sommermonaten. Schwankten die Zahlen bis dahin zwischen minus 5,5 Prozent (Juni) und 20,8 Prozent (Mai), ging es danach gehörig nach oben. 2.341 Anträge wurden im August gezählt und damit 73,2 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die 3.360 Ansuchen des September sind überhaupt der stärkste Monat seit vielen Jahren.

Flüchtlinge vor allem aus Syrien

Zurückzuführen sind die steigenden Zahlen vor allem auf den Bürgerkrieg in Syrien. Bürger dieses Landes bilden mittlerweile die bei weitem stärkste Flüchtlingsgruppe. 4.720 der gesamt 16.238 Asylansuchen kamen heuer von Syrern. Alleine im September waren es mehr als 1.200. Auf den nächsten Plätzen in der Antragsstatistik kommen die dort traditionell stark vertretenen Flüchtlinge aus Afghanistan (2.818) und der Russischen Föderation (1.230).

Der stärkere Zustrom trägt auch dazu bei, dass die Länder unverändert ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Am Wochenende gingen 275 Anträge ein. Von den Ländern gestern übernommen wurden allerdings nur 70 Flüchtlinge. Wie lange es noch dauern wird, bis die Länder tatsächlich ihren Verpflichtungen nachkommen, bleibt abzuwarten. Bei einer Flüchtlingskonferenz hat man nun als neues Datum Ende Jänner in Aussicht gestellt.

Steiermark will Quote erfüllen

Seit gestern erfüllt die Steiermark die mit dem Bund vereinbarte Flüchtlingsquote zu 88,5 Prozent. Für die angepeilten 100 Prozent sei aber eine gemeinsame Kraftanstrengung von Kirchen, Gemeinden und Land nötig, sagte der zuständige Landesrat Siegfried Schrittwieser (SPÖ).

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