Proteste in Hongkong: Keine Annäherung bei Gesprächen

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Die ersten Gespräche zwischen Regierung und Aktivisten in Hongkong haben keinen Durchbruch gebracht. Nach mehr als drei Wochen Demonstrationen für mehr Demokratie ist ein Ausweg aus der bisher größten politischen Krise in der chinesischen Sonderverwaltungsregion nicht in Sicht. In dem live im Fernsehen übertragenen, zweistündigen Dialog prallten die Gegensätze aufeinander.

Die Regierung machte einige Vorschläge zum weiteren Vorgehen. Doch waren die Studentenführer am Ende unentschlossen, ob sie eine Fortsetzung des Dialogs für sinnvoll halten. Hongkongs Verwaltungschefin Carrie Lam warf den Demonstranten die Verletzung von Gesetzen vor, während die Studentenvertreter ihre Forderung nach mehr Demokratie in der früheren britischen Kronkolonie bekräftigten.

„Hongkong ist kein unabhängiges Land“, hob Lam aber gleich zu Beginn hervor. „Es ist nur eine Sonderverwaltungsregion innerhalb Chinas.“ Sie verteidigte den Beschluss des Pekinger Volkskongresses, 2017 zwar erstmals direkte Wahlen in Hongkong zu erlauben, aber nicht die freie Nominierung der Kandidaten. Diese begrenzte Wahlreform hatte die Proteste ausgelöst.