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„Noch lange nicht eingedämmt“

Im Kampf gegen das Ebola-Virus stockt die EU ihre Hilfe auf eine Milliarde Euro auf. Das teilte Ratspräsident Herman van Rompuy am Freitag beim EU-Gipfel in Brüssel im Kurzmitteilungsdienst Twitter mit. Bisher hatte die EU zusammen mit den Mitgliedsstaaten Gelder von rund 600 Millionen Euro versprochen.

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Laut WHO-Angaben haben sich bisher in Westafrika knapp 10.000 Menschen mit dem Virus infiziert, fast 4.900 von ihnen starben. „Diese ernüchternden Zahlen sprechen für sich selbst“, sagte EU-Kommissionschef Jose Manuel Durao Barroso. „Die Epidemie ist noch lange nicht eingedämmt, und wir müssen unser Handeln ausweiten.“ Insbesondere Großbritanniens Premier David Cameron hatte auf weitere Zusagen der EU im Kampf gegen Ebola gedrängt. Die britische Regierung kündigte an, ihren Anteil von 156 Millionen Euro auf 256 Millionen Euro zu erhöhen.

Neuer Koordinator ernannt

Am Donnerstagabend hatte der Gipfel den Zyprioten Christos Stylianides, der in der neuen EU-Kommission für humanitäre Hilfe zuständig ist, zum Koordinator für Europas Engagement in der Krise in Westafrika ernannt. Die EU-Außenminister hatten den Posten des Koordinators am Montag beschlossen, um Europas Hilfe für die besonders von der Epidemie betroffenen Länder Liberia, Guinea und Sierra Leone besser aufeinander abzustimmen.

Der 56-jährige Stylianides gehört der neuen Kommission unter dem Luxemburger Jean-Claude Juncker an, die am 1. November offiziell ihr Amt antritt. Er ist dort für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständig. Der ausgebildete Zahnarzt ist seit diesem Jahr Europaabgeordneter und saß zuvor in Zypern im nationalen Parlament. 2013 war der Konservative kurzzeitig Regierungssprecher seines Landes.

Frankreich will Kontrollen auch auf Schiffen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Ebola-Virus will Frankreich die Kontrollen auf Reisende „aller Verkehrsmittel“ ausweiten. „Frankreich muss Kontrollsysteme haben, die sich nicht nur auf den Luftverkehr beziehen“, sagte Staatschef Francois Hollande in der Nacht auf Freitag in Brüssel. Frankreich wolle daher Kontrollen für alle Transportmittel inklusive der Schifffahrt einführen. Derzeit werden international auf vielen Flughäfen Reisende aus Westafrika besonderen Gesundheitsuntersuchungen unterzogen, um mögliche Träger des Virus zu finden.

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