Gewerkschaft droht mit Weihnachtsstreik bei Amazon

Die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat dem Onlineversandhändler Amazon mit Streiks im Weihnachtsgeschäft gedroht. Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago sagte der „Bild“-Zeitung, der Arbeitskampf werde fortgesetzt, um den Druck auf den Konzern weiter zu erhöhen. Streikaufrufe könnten „sehr kurzfristig“ passieren.

Erst Ende September waren die Beschäftigten an mehreren deutschen Amazon-Standorten einem Aufruf von ver.di gefolgt und in den Streik getreten. Hintergrund des Arbeitskampfes ist ein Streit über eine Tarifbindung der Amazon-Mitarbeiter. Ver.di will für die Beschäftigten in den Zentren Kollektivverträge nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Amazon vertritt hingegen den Standpunkt, dass diese in der Logistikbranche arbeiten, und bezahlt sie bisher auch so.