Zusammenstöße wegen palästinensischen Amokfahrers

Vor der Beerdigung eines von Israel als Terrorist bezeichneten Palästinensers in Ostjerusalem ist die seit Tagen andauernde Gewalt zwischen Hunderten Palästinensern und der Polizei gestern Abend eskaliert. Schwer bewaffnete israelische Polizisten gingen mit Tränengas gegen die palästinensischen Demonstranten vor.

Israel beschuldigt Abdelrahman Schalodi, mit seinem Auto absichtlich ein Baby getötet zu haben. Der Palästinenser war am Mittwoch mit seinem Wagen in eine Gruppe von Passanten an einer Straßenbahnhaltestelle an der Grenze zwischen Ost- und Westjerusalem gerast und hatte dabei ein drei Monate altes Mädchen tödlich verletzt.

Die Polizei hatte Schalodi auf der Stelle erschossen. Die Beerdigung sollte laut der Entscheidung eines israelischen Gerichts nur im kleinsten Familienkreis stattfinden, was Schalodis Familie zunächst verweigert hatte. Unter sechs weiteren Verletzten der Amokfahrt war eine 22-jährige, in Israel arbeitende Ecuadorianerin, die gestern Abend starb.