Bund baute seit 2003 rund 20.000 Stellen ab

Der Bund hat seit 2003 rund 20.000 Stellen abgebaut, seit 1997 ist der Personalstand sogar um fast 40.000 Beschäftigte gesunken. Diese Zahlen gehen aus dem jüngsten Personalhandbuch hervor.

Mit Stichtag 31. Dezember 2013 hatte der Bund 129.873 Beschäftigte auf Vollzeitbasis. Im Jahr 2003 waren es noch mehr als 150.000 und im Jahr 1997 fast 170.000 gewesen. Verantwortlich dafür sind einerseits Ausgliederungen (mehr als 23.000 Beschäftigte in den letzten 15 Jahren), andererseits der Sparkurs mit einem seit Jahren weitgehend geltenden Aufnahmestopp.

Weniger Beschäftigte als bei Ländern

Damit beschäftigt der Bund bereits weniger Personal als die Länder, die insgesamt fast 138.439 Bedienste hatten, dazu kamen noch 74.087 Beschäftigte der Gemeinden. Gesunken ist dabei auch der Anteil der Beamten des Bundes. Ende 2013 lag er bei 57,8 Prozent. Bei den über 50-Jährigen liegt der Anteil der Beamten bei rund 74 Prozent, bei den unter 40-Jährigen hingegen nur noch bei 42 Prozent.

In Österreich arbeiten derzeit 10,7 Prozent der Berufstätigen im öffentlichen Dienst. Im OECD-Schnitt liegt der Anteil mit 15,5 Prozent um rund die Hälfte höher. Am höchsten ist der Anteil in den skandinavischen Ländern (Norwegen und Dänemark je rund 30 Prozent), am niedrigsten in Japan und Südkorea mit 6,5 bzw. 6,7 Prozent.

Beamtenstaatssekretärin Sonja Steßl (SPÖ) zeigte sich erfreut über die im internationalen Vergleich „sehr gut aufgestellte“ Verwaltung. Für die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) bestätigen die Zahlen hingegen, dass der Aufnahmestopp beendet werden müsse. Andernfalls drohe die hohe Qualität der Verwaltung verloren zu gehen, so ein GÖD-Sprecher auf Anfrage der APA.

Aufnahmestopp läuft aus

Das Beamtenstaatssekretariat erklärte dazu, dass Ende 2014 der strenge Aufnahmestopp ausläuft. Es sei bereits beschlossen, dass von 2015 bis 2018 jede zweite frei werdende Stelle nachbesetzt wird, hieß es. Ausnahmen von dieser Regel gibt es zusätzlich für Unterstützungspersonal an Schulen. Schon jetzt vom Aufnahmestopp ausgenommen sind Polizei, Richter, Staatsanwälte, Lehrer, Arbeitsinspektion, Justizwache und Finanzpolizei.