Brasiliens Finanzmarkt nach Wahl von Rousseff unter Druck

Nach dem Sieg der Amtsinhaberin Dilma Rousseff bei der Präsidentenwahl in Brasilien haben Anleger Aktien aus Brasilien aus ihren Depots geworfen. Der Leitindex der Börse Sao Paulo fiel gestern um bis zu 6,2 Prozent auf ein Siebenmonatstief von 48.722,29 Punkten.

Die brasilianische Währung geriet ebenfalls ins Rutschen. Der Dollar stieg um bis zu 3,5 Prozent auf ein Sechsjahreshoch von 2,559 Real.

Knapper Vorsprung

Mit einem nur knappen Vorsprung entschied Rousseff am Sonntag die Stichwahl um das Präsidentenamt für sich. Das Ergebnis von ein wenig mehr als 51 Prozent der Stimmen lag weit hinter den Prognosen auch der jüngsten Umfragen zurück.

Damit straften die Wähler Rousseff und ihre gemäßigt linke Arbeiterpartei wohl für zuletzt publik gewordene Korruptionsskandale in ihrem Umfeld ab. Möglicherweise brachte sich Rousseffs konservativer Herausforderer Aecio Neves mit einer taktischen Fehlentscheidung im Wahlkampffinish vor allem selbst um das Amt.

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