Studie: Autohersteller weniger innovativ

Die Innovationskraft von Autoherstellern ist in der Wahrnehmung von Managern weltweit deutlich zurückgegangen. Schaffte es BMW in einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) im vergangenen Jahr noch als einziger deutscher Hersteller unter die ersten zehn innovativsten Firmen weltweit, liegen die Bayern nun auf Platz 18.

Das ist das Ergebnis einer heute veröffentlichten BCG-Umfrage unter weltweit 1.500 Führungskräften. Die vorderen Plätze belegten erneut US-Technologieunternehmen wie Apple gefolgt von Google, Microsoft, IBM und dem E-Auto-Pionier Tesla.

„Sehr konservativ“

Trotz des großen Bedarfs neuer Antriebstechnologien, der Vernetzung des Autos und der Entwicklung autonomer Autos investierten Autofirmen weltweit weniger in Forschung und Entwicklung. Waren im Vorjahr wegen Investitionen in umweltfreundlichere Technologien mehrere Autofirmen im BCG-Innovationsranking noch aufgestiegen, war heuer die Tendenz laut BCG wieder umgekehrt.

Nur vier Autohersteller schafften es demnach heuer unter die Top 20 - im Vorjahr waren es noch neun. Die Autobranche sei bei zwei wichtigen Entwicklungen - dem E-Auto und dem vernetzten Auto - „sehr konservativ“ vorgegangen, so der Koautor Hadi Zablit gegenüber der „Financial Times“.

Laut dem Bericht wurden Einsparungen in diesem Jahr angesichts der unsicheren Verkaufsentwicklung wieder zu einer wichtigen Priorität der Autokonzerne, selbst bei den Herstellern von Luxusautos.