Laut NATO „umfangreiche“ russische Luftwaffenaktivitäten

Die NATO hat „umfangreiche“ russische Luftwaffenaktivitäten in Europa beobachtet. Innerhalb von zwei Tagen seien mehrere Gruppen von Langstreckenbombern und Kampfjets zu „Manövern“ über der Ostsee und der Nordsee sowie über dem Schwarzen Meer im Einsatz gewesen, so die NATO gestern in Brüssel.

An vier Orten seien NATO-Flugzeuge aufgestiegen, um die russischen Maschinen abzufangen. Die Flugzeuge wurden während der gesamten Dauer ihrer Flüge von Kampfjets verschiedener NATO-Staaten begleitet und von der NATO-Luftraumüberwachung verfolgt.

Kein Funkkontakt

Die russischen Militärmaschinen hätten teilweise keine Flugpläne an die zivilen Luftfahrtbehörden übermittelt und keinen Funkkontakt mit ihnen gehalten, was eine Gefahr für den zivilen Flugverkehr darstelle, so die NATO weiter. Seit Jahresbeginn seien in mehr als 100 Fällen russische Flugzeuge abgefangen worden - rund dreimal mehr als 2013.

Auch türkische Kampfflugzeuge stiegen zuletzt auf, um je zwei russische Kampfflugzeuge und zwei Bomber über dem Schwarzen Meer abzufangen. Später bewegte sich eine Flotte von mindestens sieben russischen Flugzeugen über der Ostsee, wo im Rahmen der gemeinsamen Luftraumüberwachung portugiesische Flugzeuge starteten, um die Gruppe abzufangen.