Weltspartag: Sparzinsen auf historischen Tiefstständen

Bereits zum 90. Mal ist am letzten Werktag im Oktober Weltspartag. Wie in den vergangenen Jahren gibt es auch heute für die Sparer und Banken wenig zu feiern. Die Sparzinsen haben sich nochmals verschlechtert. Eine Trendwende ist weiterhin nicht absehbar. Der einzige Trost, der bleibt: Tiefer kann es wohl nicht mehr gehen.

Die Sparzinsen haben im Vergleich zum Weltspartag vor einem Jahr noch einmal einen Schritt nach unten gemacht und sind zur Jahresmitte auf den historischen Tiefstständen von durchschnittlich 0,6 Prozent für täglich fällige Einlagen und 1,4 Prozent für Laufzeiten ab zwei Jahren gelandet. Manche Institute bieten nur noch 0,05 Prozent. Dass am Schalter einmal Negativzinsen auf Sparbücher aushängen, haben die österreichischen Banken bisher ausgeschlossen.

Sparquote steigt dennoch

Bei einer Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent zahlt sich Sparen real eigentlich nicht mehr aus. Trotzdem wird für wichtige Anschaffungen weiter Geld auf die Seite gelegt. Trotz der minimalen Zinsen stieg das Einlagenvolumen bis zur Jahresmitte um 2,2 Prozent. Die Sparquote legte wohl mangels sicherer Alternativen gegenüber dem vorigen Jahr von 5,2 auf 6,7 Prozent zu. Sie liegt im europäischen Mittelfeld. Die Österreicher haben 361 Mrd. Euro auf der hohen Kante.

Aus alter Weltspartagstradition warten die Banken mit kleinen Geschenken auf ihre Kunden. Viele verteilen befristet auch Zinszuckerln.