China unterstützt Ebola-Länder mit fast 100 Millionen Euro

China verstärkt seine Hilfen zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika. Es seien insgesamt 750 Millionen Yuan, umgerechnet 97 Millionen Euro, bereitgestellt worden, teilte der Generaldirektor im Außenministerium in Peking, Lin Songtian, heute mit. Die Zahl der medizinischen Helfer aus China in der Region werde von 200 auf 700 aufgestockt.

In Liberia baue China innerhalb eines Monats ein Behandlungszentrum auf. China schicke auch 60 Rettungswagen, 100 Motorräder, 10.000 Gesundheitskästen, Schutzkleidung, Krankenhausbetten und Kleintransporter in die Region. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in den am stärksten betroffenen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea fast 14.000 Infektionen registriert - und etwa 5.000 Tote. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

US-Krankenschwester beendete Quarantäne auf eigene Faust

In den USA entfernte sich unterdessen eine aus Westafrika zurückgekehrte US-Krankenschwester gegen die behördlichen Ebola-Quarantäneauflagen aus ihrem Haus. Damit erregte sie in den USA viel Aufsehen. Die 33-jährige Kaci Hickox unternahm gestern eine Fahrradtour, obwohl sie sich nach einer Anweisung der Behörden noch in einer 21 Tage langen Quarantänezeit befindet.

„Ich will niemanden in Gefahr bringen. Aber ich bin kerngesund“, sagte Hickox gegenüber Reportern vor ihrem Haus in Fort Kent (Maine), wie die „USA Today“ berichtete. Hickox war am vergangenen Freitag nach einem Hilfseinsatz bei Ebola-Patienten in Sierra Leone auf dem Flughafen in Newark (New Jersey) gelandet. Nach den neuen Maßnahmen zur Verhinderung einer möglichen Verbreitung des Virus sollte sie für eine dreiwöchige Zwangsquarantäne in einem Isolationszelt festgehalten werden.

Nachdem sich die Frau über die Zustände in dem Zelt beschwert hatte, ließ der Staat New Jersey sie am Montag gehen. Den Rest der Quarantänezeit sollte sie nach Absprachen mit den Behörden zu Hause verbringen. Sie hatte keine für das Ebola-Virus typischen Symptome gezeigt, mehrere Bluttests lieferten negative Ergebnisse.