Inflationsrate in der Euro-Zone leicht gestiegen

Die Inflationsrate in der Euro-Zone ist wieder leicht gestiegen. Die Teuerungsrate der Verbraucherpreise betrug im Oktober nach ersten Berechnungen 0,4 Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat heute in Luxemburg mitteilte. Im September war der Wert bei 0,3 Prozent gelegen, das war das niedrigste Niveau seit fast fünf Jahren gewesen.

Die anhaltend niedrige Inflationsrate wird von der europäischen Politik und ganz besonders von der Europäischen Zentralbank (EZB) mit großer Sorge beobachtet. Denn eine zu geringe Inflation kann unter anderem dazu führen, dass Unternehmen nur zögerlich investieren, weil sich die Investitionen nicht rentieren, und Verbraucher in der Hoffnung auf weiter sinkende Preise Anschaffungen zurückstellen. Das würde das Wirtschaftswachstum hemmen.

Unverändert hohe Arbeitslosigkeit

Unverändert hoch blieb vor den Wintermonaten die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone. Im September hatten 11,5 Prozent der Männer und Frauen in den 18 Euro-Ländern laut Eurostat keinen Job. Damit hat sich die Quote seit Juni nicht mehr verändert. In der Währungsunion sind den Berechnungen zufolge 18,3 Millionen Menschen ohne Arbeit.

Deutschland verdrängt Österreich von Spitzenplatz

Beim Blick auf die einzelnen Länder hat sich Deutschland mit fünf Prozent Arbeitslosenrate an Österreich vorbei auf Platz eins geschoben. In Österreich stieg der Wert im Jahresvergleich leicht von fünf auf 5,1 Prozent.

Das Spitzentrio vervollständigt nach Angaben des europäischen Statistikamts Eurostat Tschechien, das auf 5,7 Prozent Arbeitslosenquote kommt. Am anderen Ende der Skala finden sich Griechenland mit 26,4 Prozent im Juli (dem bis dato letzten vorliegenden Wert) und Spanien mit 24 Prozent. Allerdings kann Spanien mit einem Minus von 2,2 Prozentpunkten auch einen der höchsten Rückgänge bei der Arbeitslosenrate vermelden.