USA verurteilen Militärmacht in Burkina Faso

Die US-Regierung hat die Machtübernahme des Militärs im westafrikanischen Burkina Faso verurteilt. Die Regierungsgewalt müsse umgehend wieder an zivile Staatsvertreter übergeben werden, forderte das Außenministerium in Washington gestern.

Auch die Afrikanische Union verlangte von der Armee, die Macht an die Zivilbehörden abzugeben. Die Opposition kündigte Proteste gegen das Militär an. Die Streitkräfte hatten nach dem Rücktritt des langjährigen Präsidenten Blaise Compaore am Freitag die Macht übernommen.

Vorausgegangen waren Massendemonstrationen gegen Compaores Pläne für eine Verfassungsänderung, die ihm nach 27 Jahren an der Regierungsspitze eine weitere Amtszeit ermöglichen sollte.

Zum neuen Staatschef erklärte sich der Vizechef der Präsidentengarde, Isaac Zida. Er setzte sich in einem internen Machtkampf gegen Militärchef Honore Traore durch, der am Freitag zunächst die Staatsführung übernommen hatte.