Jemen bekommt Technokratenregierung

Schiitische Rebellen und ihre sunnitischen Gegner im Jemen haben sich auf die Bildung einer Technokraten-Regierung geeinigt, um die blutige Krise in dem Land zu beenden. Beide Seiten unterzeichneten gestern im Beisein des UNO-Gesandten Dschamal Benomar in der Hauptstadt Sanaa ein entsprechendes Abkommen, wie von offizieller Seite verlautete.

Damit werden Präsident Abd Rabbu Mansur Hadi und Regierungschef Chaled Bahah beauftragt, eine „fähige Regierung“ zu bilden. Außerdem sagen die Konfliktparteien demnach darin zu, das Kabinett zu unterstützen.

Einer der Unterzeichner, Abdulasis Jubari von der liberalen Partei für Gerechtigkeit und Aufbau, bezeichnete das Abkommen als „Kompromiss“. So werde das Problem aus dem Weg geräumt, die Ministerposten unter den verschiedenen Gruppen aufteilen zu müssen.

Seit Wochen sind die Huthi-Rebellen im Jemen auf dem Vormarsch und kontrollieren neben Sanaa auch die strategisch wichtige Hafenstadt al-Hudaida. Im Namen der schiitischen Minderheit fordern sie mehr politische Mitsprache. Die sunnitischen Stammesmilizen griffen daraufhin zu den Waffen und zogen an der Seite der lokalen Al-Kaida-Terroristen gegen die Schiiten in den Kampf.