Argentinien stoppt Geschäfte von US-Konsumgüterriesen

Die argentinischen Behörden werfen dem US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble Steuerbetrug vor und haben dem Konzern jegliche Tätigkeit im Land verboten.

Die Steuerbehörde AFIP warf Procter & Gamble in einer gestern (Ortszeit) veröffentlichten Stellungnahme in Zusammenhang mit Importen aus Brasilien Steuerbetrug vor. Die Importe in Höhe von 138 Mio. Dollar (111 Mio. Euro) seien über die Schweiz abgewickelt worden. AFIP wirft dem US-Konzern vor, dass damit Geld ins Ausland transferiert werden und besteuerbarer Gewinn vor den Behörden vesteckt werden sollte. Procter & Gamble reagierte zunächst nicht auf die Vorwürfe.

Scharfe Worte gegen globale Konzerne

„Globale Konzerne können ihre Gewinne nicht verwalten, indem sie Staaten betrügen, Steuerzahlungen ausweichen und Geld außer Landes bringen“, so AFIP-Chef Ricardo Echegaray. Dieses illegale Verhalten behindere die Entwicklung des Landes. Argentinien darf seit 2002 kein Geld auf den internationalen Finanzmärkten aufnehmen und schlitterte im Sommer erneut in die Zahlungsunfähigkeit.