Dutzende tote Flüchtlinge vor türkischer Küste

Nach dem Untergang eines Flüchtlingsboots vor der Küste Istanbuls sind mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Sieben Menschen seien gerettet worden, teilte die Küstenwache nach Angaben der Nachrichtenagentur Dogan heute weiter mit.

Das Istanbuler Gouverneursamt bestätigte zunächst nur den Tod von vier Menschen. Das Boot sei in den frühen Morgenstunden am nördlichen Ende des Bosporus in der Nähe der Mündung zum Schwarzen Meer gesunken.

Video dazu in iptv.ORF.at

Lokale Medien berichteten unter Berufung auf einen Mitarbeiter der Rettungskräfte, mindestens 40 Flüchtlinge seien an Bord gewesen. Die meisten Toten seien Kinder. Das Boot sei vermutlich auf dem Weg nach Bulgarien gewesen.

Über die Türkei in die EU

Viele Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten versuchen über die Türkei in die Europäische Union zu gelangen. Häufig sind sie auf unsicheren und überfüllten Booten unterwegs.

Der Bosporus ist eine der am meisten genutzten Wasserstraßen der Welt, über die unter anderem russische Öllieferungen und andere Rohstoffe transportiert werden. An beiden Seiten der Meerenge liegt die Millionenmetropole Istanbul.