Neuerlich schwere Kämpfe um ostlibysches Bengasi

Die Gefechte zwischen regierungstreuen Truppen und radikalen Islamisten um die ostlibysche Stadt Bengasi gehen unvermindert weiter. Binnen drei Tagen seien mehr als 30 Menschen getötet worden, teilten Vertreter von Militär und Rettungskräften gestern mit. Unter den Toten seien sowohl Kämpfer als auch Zivilisten.

Bengasi wird seit Juli von Islamistenmilizen wie der Gruppe Ansar al-Scharia kontrolliert. Regierungstreue Einheiten unter Führung des pensionierten Generals Chalifa Haftar wollen gemeinsam mit der regulären Armee und freiwilligen Kämpfern die Stadt zurückerobern.

Während ihrer gut zweiwöchigen Offensive gegen die Islamisten wurden inzwischen bereits mehr als 280 Menschen getötet. Seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht in Libyen ein Dauerkonflikt rivalisierender Milizen.