Bombenanschlag bei Präsidentenpalast in Kairo

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist ein Bombenanschlag in der Nähe des Präsidentenpalastes verübt worden. Bei der Explosion des kleinen Sprengsatzes in rund hundert Meter Entfernung des Amtssitzes von Präsident Abdel Fattah al-Sisi sei eine Frau verletzt worden, verlautete heute aus Sicherheitskreisen.

Wenige Stunden zuvor waren bei der Explosion einer Bombe in einem Zug südlich von Kairo zwei Polizisten und ein Zivilist getötet worden. Die Beamten hatten den Sprengsatz in einem Bahnhof untersucht, konnten jedoch nicht verhindern, dass dieser explodierte. Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 werden in Ägypten immer wieder Attentate auf Sicherheitskräfte verübt.

Zu den Anschlägen bekennen sich zumeist radikalislamische Gruppierungen. Die nach dem Sturz Mursis durch das Militär eingesetzte Regierung geht mit großer Härte gegen die islamistische Bewegung der Muslimbruderschaft vor, die im Dezember 2013 als Terrororganisation verboten wurde. Hunderte ihrer Anhänger wurden bei Zusammenstößen getötet und Tausende weitere inhaftiert.