Zeitung: Meinl Bank im Visier der Finanzmarktaufsicht

Die Meinl Bank AG soll einem Zeitungsbericht zufolge ins Visier der Finanzmarktaufsicht (FMA) geraten sein. Die Aufseher würden in einem Bericht Verstöße gegen das Bankwesengesetz orten und die Zuverlässigkeit der Bankführung anzweifeln, schreibt der „Kurier“ (Freitag-Ausgabe). Die Meinl Bank weist die Vorwürfe zurück. Man kläre die Sache mit einem Antwortbrief, so die Privatbank in einer Stellungnahme.

Ungenügende Kontrollverfahren

„Die beiden Vorstände Peter Weinzierl und Günter Weiß haben es zu verantworten, dass jedenfalls seit 2013 in der Meinl Bank weder angemessene Verwaltungs-, Rechnungs- und Kontrollverfahren noch eine entsprechende interne Revision bestehen“, soll es in dem FMA-Papier laut „Kurier“ unter anderem heißen.

Kurzfristig seien von der Meinl Bank auch Eigenmittelvorgaben unterschritten worden, heißt es in der Zeitung. Das sei von Ende 2013 bis Juni 2014 der Fall gewesen - mit einer Eigenmittelquote von 6,58 Prozent statt der vorgeschriebenen acht Prozent. Diese habe sich laut Bank aus einem angefochtenen Steuerbescheid ergeben.

Bank prüft rechtliche Schritte

Von der Bank heißt es in einer Stellungnahme von Donnerstagabend weiters, dass „Bilanzzahlen selbstverständlich korrekt“ sind, das Institut auf „ökonomisch stabilem Fundament“ stehe. „Unhaltbar“ sei hingegen, „dass Korrespondenzen zwischen Finanzaufsichtsbehörden und Banken an die Öffentlichkeit gespielt werden“. Hier prüfe man rechtliche Schritte.

„Die Meinl Bank hält als Selbstverständlichkeit fest, dass sowohl die finanzielle Gebarung des Unternehmens als auch die Integrität des Vorstands, und das Management der Bank außer Frage stehen.“ Das werde man „im entsprechenden Schreiben an die FMA detailliert unter Beweis“ stellen - „Punkt für Punkt“.