Syrische Armee bringt Gasfeld unter ihre Kontrolle

Die Bemühungen im Kampf gegen die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) haben Früchte getragen. Wie das syrische Fernsehen berichtet, hat die Regierungsarmee offenbar das Schaar-Gasfeld in der Provinz Homs zurückerobert.

Die Extremisten, die Teile des umkämpften Areals seit einer Woche kontrollierten, zogen sich nach Gefechten mit den Streitkräften und regierungstreuen Milizen zurück, wie das syrische Staatsfernsehen unter Berufung auf Armeekreise berichtete. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte die Angaben.

Bei der Offensive zur Eroberung des Feldes in der vergangenen Woche waren mindestens 30 syrische Soldaten und mit ihnen verbündete Kämpfer getötet worden. Die Kontrolle über die Gasvorkommen hatte in den vergangenen Monaten mehrfach gewechselt. Bei einem Vorstoß der IS-Miliz im Juli wurden mindestens 270 Menschen getötet.

Französischer Bombenbauer getötet?

Zudem soll bei einem US-Drohnenangriff in Syrien ein aus Frankreich stammender mutmaßlicher Bombenbauer der radikalislamischen Chorasan-Gruppe getötet worden sein. Das Verteidigungsministerium in Washington bestätigte, dass der 24-jährige David Drugeon zu den Zielen von nächtlichen Luftangriffen gehört habe. „Wir glauben, wir haben ihn erwischt“, sagte ein Pentagon-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP.

Mehrere US-Medien berichteten, dass Drugeon in der syrischen Provinz Idlib mit dem Auto unterwegs gewesen sei, als ihn die Rakete getroffen habe. Nach Angaben des Pentagon wurden bei den Angriffen „mehrere Fahrzeuge der Chorasan-Gruppe“ sowie Einrichtungen der Extremisten beschädigt oder zerstört. Die attackierten Gebäude seien als Treffpunkte, Ausbildungszentren und zum Bombenbau genutzt worden.