Protestzug für ermordete Studenten erreicht Mexiko-Stadt

Nach einem einwöchigen Solidaritätsmarsch für die verschleppten und höchstwahrscheinlich ermordeten Studenten in Mexiko haben Demonstranten gestern die Hauptstadt erreicht.

„Wir sehen uns einem nationalen Notstand wegen der schlechten Sicherheitslage gegenüber. Wir glauben an die Bürgerschaft, um die Dinge zu ändern, nicht an die offiziellen Stellen, die sich als ineffizient herausgestellt haben“, sagte der Organisator der Protestkundgebung, Jose Alcaraz Garcia.

Mordgeständnis nach Wochen

Ende September waren im Teilstaat Guerrero 43 Studenten von der Polizei entführt und der kriminellen Organisation Guerreros Unidos übergeben worden. Bandenmitglieder räumten ein, die jungen Leute getötet und verbrannt zu haben.

Aus Solidarität mit den Opfern marschierten 43 Vertreter sozialer Organisationen - einer für jeden Studenten - in den vergangenen Tagen rund 200 Kilometer von Guerrero nach Mexiko-Stadt.