APEC-Gipfel: Tauwetter zwischen China und Japan

Mit einer versöhnlichen Geste zwischen China und Japan haben die bilateralen Gespräche auf dem Asien-Pazifik-Gipfel (APEC) in Peking begonnen. Nach zwei Jahren Eiszeit wegen des erbitterten Streits über eine Inselgruppe empfing der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping heute erstmals den japanischen Regierungschef Shinzo Abe.

Das Spitzentreffen zwischen Xi und Abe signalisiert ein Tauwetter in den frostigen Beziehungen zwischen China und Japan. Wegen des Streits um die chinesisch Diaoyu und japanisch Senkaku genannten Inseln im Ostchinesischen Meer und chinesischen Vorwürfen über eine mangelnde Aufarbeitung der japanischen Kriegsvergangenheit ist das Verhältnis stark angespannt. Bisher hatte Xi dem langgehegten Wunsch Abes nach einem Treffen immer eine Absage erteilt.

Treffen Obamas mit Putin?

Zu den zweitägigen Beratungen der 21 Pazifikanrainer und einem anschließenden Staatsbesuch in China traf auch US-Präsident Barack Obama in der chinesischen Hauptstadt ein. Am Rande des Gipfels könnte es möglicherweise zu einem informellen Treffen mit dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin kommen, der schon seit gestern in Peking ist. In den nächsten Tagen plant Obama im Rahmen des Staatsbesuches mehrere Gespräche mit Xi.