Amos Oz bekommt ersten Siegfried-Lenz-Preis

Der israelische Schriftsteller Amos Oz („Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“) ist heute in Hamburg mit dem erstmals vergebenen Siegfried-Lenz-Preis geehrt worden. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und damit einer der höchstdotierten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum.

Die Siegfried Lenz Stiftung will den Preis künftig alle zwei Jahre an internationale Autoren verleihen, „die mit ihrem erzählerischen Werk Anerkennung erlangt haben und deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz nah ist“.

Lenz („Deutschstunde“) war am 7. Oktober im Alter von 88 Jahren in Hamburg gestorben. Vor einigen Jahren hatte Oz die „Deutschstunde“ als „einen der größten Romane des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet. Oz wurde unter anderem mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels (1992), dem Siegfried-Unseld-Preis (2010) und dem Franz-Kafka-Preis (2013) ausgezeichnet. Oz gehört zu den Gründern der Friedensbewegung Peace Now. Im Konflikt mit den Palästinensern tritt er für eine Zweistaatenlösung ein.