Stöger: ÖIAG-Reform bis Jahresende

Verkehrsminister Alois Stöger (SPÖ) geht davon aus, dass die politisch Verantwortlichen „noch bis Jahresende eine Lösung für die ÖIAG-Neuaufstellung“ zustande bringen. Das sagte Stöger dem „WirtschaftsBlatt“ (Montag-Ausgabe). Aus seiner Sicht solle die Staatsholding ein „Beteiligungsinstrument“ sein und kein „reines Privatisierungsvehikel“.

Stöger sprach sich wiederholt dagegen aus, dass ÖBB und ASFINAG in die ÖIAG wandern. Nun äußerte er Verständnis für die Proteste der Betriebsräte gegen die Eingliederung. Den Spekulationen, dass ÖBB-Chef Christian Kern an die Spitze der OMV wechseln soll, schob Stöger einen Riegel vor. Darunter litten nur das Unternehmen und seine Mitarbeiter.

Arbeitsgruppe berät noch bis Ende November

Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP hatten sich vor einem Jahr im Koalitionsabkommen auf eine Reform der Staatsholding geeinigt, diese aber auf die lange Bank geschoben. Eine Mitte Oktober eingesetzte Arbeitsgruppe soll nun bis Ende November Ziele, Strategie und Struktur einer „neuen“ ÖIAG ausarbeiten.

Nach der Übernahme der Telekom Austria durch America Movil, der Bestellung von Siegfried Wolf zum ÖIAG-Aufsichtsratspräsidenten und zuletzt den Turbulenzen in der OMV-Chefetage war die Kritik an der ÖIAG immer lauter geworden.