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Häuser von IS-Kämpfern zurückerobert

Die kurdischen Verteidiger der nordsyrischen Stadt Kobane (arabisch: Ain al-Arab) haben Erfolge gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gemeldet. Kurdische Volksschutzeinheiten konnten sechs Gebäude von IS-Kämpfern zurückerobern, wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London meldete.

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Die Gebäude lägen im Norden der Stadt nahe den strategisch wichtigen Verwaltungseinrichtungen Kobanes, hieß es weiter. Der IS versucht seit September, die an der Grenze zur Türkei liegende Stadt einzunehmen. Als sie kurz vor dem Fall stand, ließ die Türkei Ende Oktober kurdische Kämpfer aus dem Irak über ihr Territorium nach Kobane.

„Fortschritte im Osten und Süden“

Außerdem unterstützen US-Kampfflugzeuge die Kurden mit Luftangriffen auf IS-Stellungen. Seitdem haben die Kurden anscheinend größere Teile der Stadt wieder von den IS-Kämpfern befreit. „Während der letzten Tage haben wir große Fortschritte im Osten und Süden gemacht“, sagte Idris Nassan, ein Vertreter der Stadtverwaltung. Er gehe davon aus, dass der IS derzeit weniger als 20 Prozent der Stadt beherrsche. Im Oktober war noch von etwa 40 Prozent die Rede gewesen. Die Beobachtungsstelle berichtete, dass die kurdischen Milizen große Mengen Waffen und Munition von der IS-Terrormiliz erbeutet hätten. Bei den jüngsten Kämpfen seien 13 IS-Kämpfer getötet wurden.

Auch andere Terrorgruppen im Visier

In der vergangenen Woche hatte die Anti-IS-Allianz mehr als 35 Angriffe auf IS-Stellungen geflogen. Davon wurden 19 Luftangriffe in Syrien ausgeführt - 17 davon rund um Kobane, teilte das für die Region zuständige Central Command des US-Militärs am Freitag in Washington mit. 16 Angriffe wurden im Irak geflogen. Ziel seien nicht nur IS-Kämpfer, sondern auch die mit ihnen verbündete Chorasan-Gruppe gewesen. Diese Organisation unterhält Verbindungen mit dem Terrornetz Al-Kaida und steht im Verdacht, Anschläge in den USA und in anderen Ländern zu planen.

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