Österreich bei Zahlung in UNO-Klimafonds säumig

Österreich ist säumig mit den Zahlungen in den UNO-Klimafonds. Wie der „Standard“ (Mittwoch-Ausgabe) berichtet, habe sich Österreich vor fünf Jahren dazu verpflichtet, jedoch noch keine Zahlungen getätigt. 2009 hieß es bei der Vereinbarung in Kopenhagen, Österreich beteilige sich mit 120 Millionen Euro oder 40 Millionen Euro jährlich.

Minister: Bekenntnis zu Zusage

„Österreich bekennt sich zu der Finanzierungszusage und im Rahmen der EU zur Leistung eines Beitrags zu dieser Finanzierung“, hieß es im Büro von Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) gegenüber dem „Standard“.

Der Minister sei „bemüht, trotz der angespannten budgetären Situation in Absprache mit dem Finanzministerium, einen österreichischen Beitrag zum Green Climate Fund für die nächsten Jahre zu definieren“. Zu der tatsächlichen Höhe des Beitrags wollte man nun im Ministerium nichts dazu sagen.

Milliardenschweres Loch im Klimafonds

Der Green Climate Fund (GCF) will von 2020 an jedes Jahr 100 Milliarden Dollar (78 Mrd. Euro) an staatlichen und privaten Geldern mobilisieren, um damit klimarelevante Projekte in Entwicklungsländern zu finanzieren. Zum Abschluss des UNO-Klimagipfels in New York im September hat die UNO die Finanzierungslücke in ihrem Fonds gegen den Klimawandel auf 7,7 Milliarden Dollar beziffert.

Damals waren erst 2,3 Milliarden Dollar (1,8 Mrd. Euro) von den Mitgliedsstaaten zugesagt worden, berichtet die AFP. Nun hätten Länder wie Deutschland ihre Zahlungen zugesagt.