Fast 800 Flüchtlinge an zwei Tagen im Mittelmeer gerettet

Im Mittelmeer sind innerhalb von 48 Stunden knapp 800 Flüchtlinge gerettet worden, die in Seenot geraten waren. Wie die italienische Küstenwache gestern mitteilte, nahm allein das Schiff „Gregoretti“ 691 Flüchtlinge auf.

Das Schiff sollte eigentlich im Korridor zwischen Libyen und Sizilien den Fischfang überwachen. Die Mannschaft wurde aber aktiv, als in einem Einsatzzentrum in Rom Hilferufe von Insassen von mehreren Schlauchbooten empfangen wurden. Bei der Aufnahme der Flüchtlinge auf der „Gregoretti“ berichtete einer der Geretteten, dass sein Bruder ins Meer gespült worden sei.

Suche nach Schiffbrüchigen in Ägäis

Die griechische Küstenwache suchte unterdessen im ägäischen Meer nach vier Schiffbrüchigen. Sechzehn Menschen seien nach der Havarie eines Flüchtlingsboot bis zum Mittag gerettet worden, wie eine Sprecherin der Küstenwache sagte. Das aus der Türkei kommende Flüchtlingsboot mit vermutlich 20 Insassen war in den frühen Morgenstunden südlich der Insel Lesbos gesunken. Laut griechischen Medien handelt es sich bei den Flüchtlingen überwiegend um Syrer.

Die libysche Küstenwache teilte ihrerseits mit, dass sie am Freitag 105 Flüchtlinge gerettet habe, die nach Europa wollten. Ihr Schiff sei etwa zehn Seemeilen vor der libyschen Küste in Seenot geraten.