Irakische Armee eroberte Ortschaften von IS zurück

Die irakischen Streitkräfte haben gestern mit Unterstützung der kurdischen Peschmerga Gebiete an der Grenze zum Iran von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückerobert. Nach Angaben der irakischen Armee griffen Armee, Polizei und kurdische Kämpfer die Ortschaften Dschalawla und Saadija von mehreren Seiten an.

Die irakischen Streitkräfte werden neben den Kurden auch von schiitischen Milizen im Kampf gegen den IS unterstützt. Ein Kommandant der kurdischen Kämpfer sagte, bei der Offensive seien mindestens 20 Peschmerga getötet und 40 weitere Kämpfer verletzt worden.

Gründe dafür waren demnach Kämpfe mit dem IS sowie Sprengsätze, die die Dschihadisten beim Verlassen der Gebiete auf Straßen und in Gebäuden deponiert hatten. Von den beteiligten Seiten gab es aber zunächst unterschiedliche Angaben dazu, ob Dschalawla und Saadija komplett oder nur teilweise eingenommen wurden.

Israelischer Araber ließ sich von IS ausbilden

Israel klagte unterdessen gestern erstmals einen arabischen Israeli der IS-Mitgliedschaft an. Der aus Nordisrael stammende Mann war nach Angaben eines Polizeisprechers am 24. Oktober bei seiner Rückkehr aus Syrien festgenommen worden.

Er sei Anfang Oktober über die Türkei nach Syrien gereist und habe dort zehn Tage in einem Ausbildungslager der sunnitischen Extremisten zugebracht. Nun soll er sich wegen Mitgliedschaft in einer illegalen Organisation, Kontaktes zu einem ausländischen Agenten und Verschwörung zur Begehung einer Straftat verantworten.