Russische Bank vergibt Kredit an Front National

Die russische Bank FCRB hat dem französischen Front National (FN) einen Kredit von neun Millionen Euro gewährt. Davor war Marine Le Pens rechtsextreme Partei bei französischen Banken mit Anträgen gescheitert, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti. Der Kreditvertrag mit FCRB sei schon im September unterzeichnet worden, bestätigte die Finanzverantwortliche des Front National, Vallirana Saint-Juste.

Die ersten zwei Millionen Euro habe man bereits bekommen, bestätigte Saint-Juste. Parteichefin Le Pen hatte zuvor in einem Interview für die Zeitschrift Nouvel Observateur über finanzielle Probleme geklagt. "Die FN hat bei allen Banken Frankreichs Kreditanträge gestellt, jedoch überall eine Absage erhalten. Danach wandten wir uns an Kreditinstitute in den USA, Spanien und Russland“, hatte sie gesagt.

Der Wiener FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus betonte gegenüber dem „Kurier“ (Dienstag-Ausgabe) von russischer Seite sei nie Geld an die FPÖ geflossen: „Kein Cent, kein Euro, kein Dollar - oder welche andere Währung Ihnen noch einfällt.“ Auch die Alternative für Deutschland (AfD) nimmt das für sich in Anspruch. Pressesprecher Christian Lüth dementierte einen Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach Russlands Präsident Wladimir Putin mittels Goldgeschäften den AfD unterstützen könnte: „Das ist kompletter Unfug.“