Hongkonger Polizei nimmt Studentenführer fest

In Hongkong geht die Polizei erneut gegen die Demokratiebewegung vor und hat zwei Anführer der Studenten festgenommen. In der Nacht auf heute war es Augenzeugen zufolge zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen, nachdem die Polizei damit begonnen hatte, ein Lager der Demonstranten im Viertel Mongkok zu räumen.

Bis heute Früh (Ortszeit) wurden laut Polizeiangaben mehr als 100 Aktivisten festgenommen, darunter auch die Anführer Joshua Wong und Lester Shum, wie ein Reuters-Reporter sowie eine Studentengruppe berichteten.

Bisher sind die Proteste in der chinesischen Finanz- und Wirtschaftsmetropole überwiegend friedlich verlaufen. Hunderte Menschen blieben trotz der jüngsten Handgemenge auf der Straße und forderten erneut mehr Demokratie. Die Polizei warnte die Demonstranten vor Festnahmen und möglichen Gefängnisstrafen.

Proteste seit August

Die Proteste dauern mittlerweile seit August an. Die von Studenten angeführte Bewegung verlangt eine freie Auswahl von Bewerbern für die 2017 anstehende Wahl des Hongkonger Verwaltungschefs. Die Führung in Peking will hingegen nur vorab bestimmte Kandidaten zulassen. Die Proteste haben auch wirtschaftliche Folgen für die frühere britische Kronkolonie, die 1997 an China zurückgegeben wurde.