OSZE-Beobachter in Ostukraine mit Panzerfaust beschossen

Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sind im Osten der Ukraine erneut unter Beschuss geraten. Verletzt worden sei niemand, teilte die OSZE mit. Das Fahrzeug der drei Beobachter sei gestern rund 50 Kilometer nordöstlich der Stadt Donezk unterwegs gewesen. Sie seien von ukrainischen Militärangehörigen begleitet worden.

Weitere Geschoße verfehlten Fahrzeug

Als die Gruppe einen Kontrollposten der ukrainischen Armee nahe der Stadt Sumy erreichte, sei einer der OSZE-Beobachter aus dem gepanzerten Fahrzeug gestiegen. Unmittelbar danach sei eine Panzerfaust abgefeuert worden. Das Geschoß schlug laut den Angaben etwa 150 Meter entfernt vom OSZE-Fahrzeug ein.

Mehrere Luftabwehrgeschoße hätten kurz darauf das Fahrzeug um zwei, drei Meter verfehlt. Der Mitarbeiter sei sofort wieder eingestiegen, die Gruppe sei sicher zu ihrer Basis zurückgekehrt, hieß es.

Schüsse auf zwei OSZE-Fahrzeuge

Ein unbekannter Uniformierter hatte erst vor gut zehn Tagen in der Ostukraine zwei Schüsse auf zwei OSZE-Fahrzeuge abgegeben. Auch damals wurde niemand verletzt. Das US-Außenministerium verurteilte den neuerlichen Zwischenfall und nannte ihn inakzeptabel.

Die OSZE überwacht Grenzposten im russischen Gukowo und Donezk an der Grenze zur Ostukraine. In einer separaten Mission sammeln mehrere hundert Militärbeobachter unparteiisch Informationen.