Eine Tote und drei Vermisste bei Unwettern in Frankreich

Bei schweren Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen in Frankreich ist gestern eine Frau ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden in Var im Südosten Frankreichs wurde die Leiche der 68-jährigen Frau neben ihrem Auto an einem Fluss entdeckt. Demnach wurden außerdem mindestens drei Menschen vermisst, darunter eine Mutter und ihre kleine Tochter. Taucher suchten in dem Strom nach den Vermissten.

Auch Innenminister Bernard Cazeneuve sprach von einem Todesfall und mindestens drei Vermissten. Premierminister Manuel Valls äußerte sich besorgt und rief die Menschen zur äußersten Vorsicht auf. Für 13 Departements galt am Abend wegen der Unwetter die Alarmstufe Orange.

Schwerer Sturm über Australiens Ostküste

In Australien zog über die Ostküste ein schwerer Sturm, der immense Schäden in der Stadt Brisbane angerichtet hat. Nach Angaben der Behörden erreichte der Sturm in der Nacht auf heute (Ortszeit) Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h.

Durch die Unwetter mit schweren Regenfällen wurden ganze Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt und Straßen überflutet. Mindestens 39 Menschen wurden verletzt. Anrainer berichteten von Hagelkörnern so groß wie Tennisbälle.

„Größter Sturm“ seit 1985

Der Premierminister des Bundesstaates Queensland, dessen Hauptstadt Brisbane ist, sprach vom „größten Sturm“, den es in Brisbane seit 1985 gegeben habe. Glücklicherweise sei aber niemand ernsthaft verletzt worden, sagte Campbell Newman dem Sender ABC. Ersten Schätzungen der Behörden zufolge richtete das Unwetter Schäden in Höhe von hundert Millionen australischen Dollar (gut 68 Millionen Euro) an.

Armeeangehörige halfen bei den Aufräumarbeiten in der Stadt. Rund 65.000 Häuser und Geschäfte hatten keinen Strom.